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Elektrosmog:

Was ist Elektrosmog?

Im Folgenden geben wir Ihnen eine anschauliche, rein sprachliche und allgemein verständliche Erklärung. Sie ist für absolute Laien gedacht, die sich zudem nicht allzutief mit technisch-wissenschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen wollen. Da eine solche Darstellung naturgemäß nicht allzu sehr in die Tiefe gehen kann, bleiben zwangsläufig einige Details auf der Strecke. Immerhin aber gibt sie Ihnen eine ungefähre Vorstellung davon, was Elektrosmog ist.

Eine einfache, rein umschreibende Erklärung

Das Wort Elektrosmog setzt sich zusammen aus Elektro und Smog. Smog wiederum ist ein sogenanntes Kofferwort (Akronym, Komposition oder auch Wortkreuzung) aus den beiden englischen Worten 'smoke' und 'fog', die übersetzt für 'Rauch' und 'Nebel' stehen. Jeder kennt diesen Begriff im Zusammenhang mit der Luftverschmutzung in Groß­städten. Der Qualm (Rauch) aus den Abgasen der Industrie und den Verkehrsmitteln bewirkt, speziell bei schwüler und/oder Inversions-Wetterlage, eine Art Dunst- oder Nebelbildung, die wie eine Haube über der Stadt liegen bleibt. Diese Verbindung aus Abgasen und Dunst bezeichnet man als Smog.

Da es sich bei Abgasen ganz allgemein besehen um eine Form (umwelt­verschmutzender) Emissionen handelt, erfuhr das Wort Smog im Laufe der Zeit eine Bedeutungserweiterung auf andere Arten von Emissionen. Elektrosmog bezeichnet folglich die "Verschmutzung" der Umwelt mit elektrischen bzw. magnetischen Feldern sowie durch elektromagnetische Strahlung. Was sofort die Frage aufwirft, worum es sich bei diesen Dingen eigentlich handelt.

Elektrische Felder bilden sich um elektrische Ladungen und reichen in den Raum hinaus. Was wiederum elektrische Ladungen und die von ihnen erzeugten Felder sind kann man nicht weiter umschreiben, so wie man einem von Geburt an blinden Menschen auch nicht erklären kann, was Licht (bzw. Sehen) ist. Der Mensch hat für elektrische Felder keinen Sinn, um sie wahrnehmen zu können. Technisch besehen, handelt es sich um Kraftbereiche, die von den Ladungen ausgehen und anziehend oder abstoßend auf andere Ladungsträger wirken. Wir wollen in dieser ganz einfachen Erklärung deshalb nur festhalten, dass es sich bei elektrischer Ladung um eine eigenständige Qualität der Natur handelt, die in zwei Ausprägungen vorkommt, nämlich als positive und negative Ladung. Gleichnamige Ladungen stoßen sich ab, ungleichnamige ziehen sich an. Diese anziehende oder abstoßende Kraftwirkung wird vom elektrischen Feld vermittelt.
Bleibt noch zu erwähnen, dass elektrische Felder im Allgemeinen mit zunehmender Entfernung von den sie erzeugenden Ladungen rasch an Intensität verlieren. Diese sogenannte Feldstärke lässt sich also drastisch vermindern, indem man entweder deren Ursache einschränkt (m.a.W. die Ladung vermindert) oder den Abstand zur Ladung vergrößert.

Elektrischer Strom ist nichts anderes, als die Bewegung elektischer Ladungsträger (eben das Strömen elektrischer Ladungen). Im Allgemeinen findet dieser Ladungstransport in der Technik als Wanderung sogenannter Elektronen durch metallische Leiter (z.B. Stromkabel) statt. Da Elektronen elektrisch geladen sind (und zwar negativ), entsteht also bei deren gerichteter Bewegung automatisch ein elektrischer Strom. Was Elektronen genau sind, wollen wir hier nicht weiter erörtern - das gehört in den Bereich der Atomphysik. Stellen Sie sich Elektronen notfalls als klitzekleine, elektrisch geladene Kügelchen vor, deren Größe noch viele Male geringer ist, als die eines Atoms!

Da die Elektronen geladen sind, gehen von ihnen elektrische Felder aus (wie oben beschrieben). Das Besondere aber ist, sobald elektrische Felder bewegt werden, - und das werden sie, wenn die Elektronen zu wandern beginnen -, entsteht ein völlig neues (Kraft-)Feld, ein sogenanntes magnetisches Feld um den Stromfluss herum. Dabei handelt es sich um genau solch ein Feld, wie Sie es möglicherweise von einem Stabmagneten her kennen. Auch für diese Art von Feldern hat der Mensch keinen Sinn für ihrer Wahrnehmung. Glücklicherweise nehmen auch Magnetfelder in ihrer Intensität (Feldstärke) rasch ab, sobald man sich von der Quelle (dem elektrischen Strom) entfernt.

Ein viel bemerkenswerteres Phänomen aber tritt auf, wenn elektrischer Strom durch einen Leiter geschickt und dabei die Stromrichtung (die Bewegungsrichtung der Elektronen) rasch hin- und hergeschaltet wird, so dass sich die Elektronen in stetem Wechsel vor und zurück bewegen (man spricht dann von Wechselstrom). Findet ein solch wechselnder Stromfluss statt und ist die Frequenz (d.i. die Anzahl der Richtungswechsel in der Zeit) ziemlich hoch, dann können die mit den Elektronen verbundenen elektrischen Felder und die durch ihre Bewegung erzeugten magnetischen Felder ein "Eigenleben" entwickeln und sich von den Ladungsträgern ablösen. Bildlich gesprochen "häuten" sich die Ladungen, indem sie die Felder "abstreifen" und sofort wieder neue "nachbilden" (und diese wieder abstreifen, und so fort). Die abgestreiften Felder wandern dann selbstständig hinaus in den Raum und breiten sich in diesem als ein Wechselspiel elektrischer und magnetischer Felder mit Lichtgeschwindigkeit aus. Das, was sich da ausbreitet, bezeichnet man als elektromagnetische Welle / Strahlung. Ihre Intensität (Feldstärke) nimmt zwar auch mit der Entfernung von der Erzeugungsstelle ab, jedoch lange nicht so schnell, wie das bei reinen elektrischen oder magnetischen Feldern der Fall ist.

Da in einer solchen elektromagnetischen Welle also nach wie vor elektrische und magnetische Felder enthalten sind (wenn auch in einer "verheirateten" Form), kann diese Welle, wenn sie über Materie streift, die darin befindlichen Elektronen in rhythmische Bewegung versetzen. Das geschieht deshalb, weil die elektrischen Felder an den Elektronen der Materie angreifen und Kraft auf diese übertragen. Besonders einfach gelingt das bei Metallen, da hier die Elektronen leichter beweglich sind, als bei anderen Materialien. Diesen Effekt nutzt man in der Funktechnik aus, indem man im Rhythmus der ausgesandten Welle Information versteckt, die auf die Antenne des Empfängers übertragen, dort wieder ausgelesen werden kann.

Überall macht sich der Mensch dieses Phänomen zunutze und überträgt auf diese Weise Informationen zwischen verschiedenen Orten. Leider aber füllt die elektromagnetische Welle auch den Raum zwischen Sende- und Empfangsort aus, also auch den Bereich, wo man die Welle eigentlich gar nicht bräuchte (es würde ja prinzipiell genügen sie nur am Empfangsort zu haben). Und da wir mittlerweile unzählige Sender in unserer Umwelt errichtet haben, die alle noch dazu mit unterschiedlichen Frequenzen strahlen, befindet sich um uns herum ein Gewirr aus elektromagnetischen Wellen. Dieses "Bad" aus elektromagnetischer Strahlung, von dem wir ständig umgeben sind, bezeichnet man als Elektrosmog, wenn man damit auf seine "verschmutzende", "überflüssige" oder gar "verseuchende" Wirkung abheben will. Dabei liegt eben die Analogie zur Abgasemission zugrunde, denn dort handelt es sich ja auch um ein Nebenprodukt das entsteht, weil man etwas Anderes nutzen möchte, die dabei entstehende, die Atmosphäre verseuchende Schmutzpartikel-Emission aber nicht verhindern kann. Daher die Bezeichnung Elektrosmog.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass man den Begriff Elektrosmog nicht nur verwendet, um die Überflutung des Raumes mit elektromagnetischer Strahlung zu bezeichnen, sondern auch dann, wenn nur rein elektrische oder rein magnetische Felder (im Übermaß) vorliegen. Elektrosmog ist daher ein Sammelbegriff für unerwünschte, technisch erzeugte Abstrahlungen, mit einer besonderen Betonung ihrer negativen Auswirkungen. Der technisch neutrale Begriff hierfür lautet elektromagnetische Verträglichkeit (EMV).

Die öffentliche Diskussion dieses Themas entzündet sich überwiegend an elektro­magnetischer Belastung, wie sie z.B. von Handy-Funkmasten ausgeht. Den meisten Menschen ist dabei nicht bewusst, dass eine der intensivsten Quellen elektro­magnetischer Strahlung am Arbeitsplatz und im häuslichen Bereich von den Basisstationen der DECT-Funktelefone ausgeht! Was es damit auf sich hat, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.