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Elektrosmog:

DECT-Funktelefone

Was bedeutet DECT?

DECT ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung Digital Enhanced Cordless Telecommunication, zu deutsch: digital erweiterte, schnurlose Telekommunikation. Schnurlostelefone - also Telefone, bei denen das gesprochene Wort nicht über ein Kabel zwichen Handteil und Hauptapparat übertragen wird, sondern per Funkverbindung - gab es bereits vor Einführung des DECT-Standards. Sie arbeiteten analog und stellten im Prinzip nichts anderes als Funkgeräte (Sender und Empfänger) mit einer Telefon-üblichen Bedienung dar. Telefone dieser Art trugen (in Europa) die technische Bezeichnung CT-Telefone bzw. Funktelefone nach dem CT-Standard. Hierbei steht CT schlicht für Cordless Telecommunication, also schnurlose Telekommunikation. Kurz nach deren Einführung folgten die verbesserten Standards CT1+ und CT2. Der Betrieb von Telefonen, die nach einem dieser alten CT-Standards arbeiten, ist in der Bundesrepublik Deutschland seit dem 01.01.2009 verboten. Eine Zuwiderhandlung kann empfindliche Geldstrafen nach sich ziehen!

Telefone nach den alten CT-Standards bauen für die Dauer des Telefongesprächs eine Funkverbindung zwischen Handteil und Hauptapparat (Basisstation) auf, ähnlich wie beim klassischen Rundfunk, jedoch wird in beide Richtungen gesendet (von und zum Handteil bzw. der Basisstation). Die ausgetauschte, elektromagnetische Strahlung haben wir hier deshalb mit der des Rundfunks verglichen, weil wie bei diesem die Information nach einem rein analogen Verfahren übertragen wird.
Wird nicht telefoniert, wird bei diesen Telefonen auch keine elektromagnetische Strahlung ausgesendet. Dies ist der erste, ganz wesentliche Unterschied zu DECT-Telefonen hinsichtlich Elektrosmog (s.u.).
Durch die analoge Übertragungsart haben die Funkwellen einen "weichen Verlauf", soll heißen, dass die zur Informationsübertagung verwendete, analoge Codierung keine abrupten Änderungen der Strahlungsintensitäten zulässt, sondern diese stets kontinuierlich und langsam erfolgen. Dies ist der zweite, ganz wesentliche Unterschied zu DECT-Telefonen hinsichtlich Elektrosmog. Der Nachteil dabei ist, dass hierdurch die Informationsdichte eingeschränkt wird, m.a.W. es lässt sich nicht so viel Information pro Sekunde und auch nicht so fehlerfrei und präzise übertragen, wie beim DECT-Standard.

Um die oben genannten Nachteile der CT-Standards zu beseitigen, wurde der digitale DECT-Standard eingeführt, d.h. also, der vorhandene Standard wurde digital erweitert (daher die englische Bezeichnung digital enhanced). Auf diesem Wege konnte die Informationsdichte deutlich erhöht werden. Aber nicht nur das, zusätzlich erlangte man auch eine höhere Flexibilität, eine bessere Ausnutzung der Frequenzkanäle und ein weniger fehleranfälliges Übertragungsprotokoll. In Konsequenz bot die höhere Informationsdichte und die gesteigerte Fehlerfreiheit zusätzliche Möglichkeiten für Servicefunktionen, wie die Übermittlung der Rufnummer oder die vollständige Steuerung der Basisstation mit all Ihren Menüfunktionen vom Handteil aus. Kurz gesagt, der DECT-Standard erlaubt einen Computer-ähnlichen Datenaustausch zwischen Handteil und Basisstation.

Wie arbeiten DECT-Funktelefone?

Wir können hier nicht auf die technischen Details eingehen. Das ist aber auch gar nicht nötig. Es reicht, wenn Sie sich ein Bild von den grundsätzlichen Unterschieden zum alten CT-Standard vor Augen führen.

Wie bereits oben erwähnt, wird beim DECT-Standard die Information digital codiert. Wie das genau erfolgt, soll hier nicht interessieren. Verlauf der Strahlungsintensität Wichtig in diesem Zusammenhang ist nur, dass zusätzlich vom konti­nu­ier­lichen, "weichen", analogen Sende­signal auf ein sogenanntes gepulstes Digital­signal umgestiegen wurde. Der zeitliche Verlauf der Intensität der ausgesandten elektromagnetischen Strahlung im Vergleich zwischen CT- und DECT-Standard sieht ungefähr wie in nebenstehender Skizze aus. Links ist die Situation eines CT-Telefons während eines Gespächs dargestellt. Es wird eine elektromagnetische Welle mit (nahezu) konstanter Intensität ausgesendet. Beim DECT-Standard hingegen (rechtes Bild) werden 100 "nadelförmige" Pulse pro Sekunde mit einer Dauer von jeweils gut 0,4 Millisekunden ausgesandt (1 Millsekunde = 1/1000 Sekunde). Zwischen zwei aufeinanderfolgenden Pulsen liegt eine Pause von ca. 9,6 Millisekunden Dauer, in der nichts gesendet wird.

Wer nun denkt, dass der DECT-Standard eine geringere Strahlenbelastung für Mensch und Umwelt darstellt, als der alte CT-Standard, da ja in den Pausen nicht gesendet wird und dort folglich auch keine Strahlung entsteht, der irrt gewaltig! Warum, erklären wir im Abschnitt über gesundheitliche Bedenken.